P R E S S E M E L D U N G

 

Starke Regelschmerzen und ein unerfüllter Kinderwunsch  können auf Endometriose hinweisen– jede zehnte Frau ist betroffen

Kostenlose Informationsveranstaltung zu Diagnostik und Therapie der Endometriose am 10. September 2019 im Universitätsklinikum des Saarlandes

 

Monat für Monat durchleben in Deutschland zahlreiche Frauen starke Regelschmerzen. Die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit, die Lebensqualität und das Sexualleben können je nach Ausprägung dadurch erheblich beeinträchtigt sein. Eine chronische Krankheit kann der Grund für die Beschwerden sein - Endometriose. Schätzungsweise 1,2 bis 1,5 Millionen Frauen bzw. 10 bis 15 Prozent der Frauen im Alter zwischen 15 und 50 Jahren in Deutschland leiden unter Endometriose. Darunter wird die gutartige Wucherung von „versprengtem“ Gebärmuttergewebe außerhalb der Gebärmutter meist im kleinen Becken verstanden. Experten schätzen, dass jedes Jahr circa 40.000 Frauen neu an Endometriose erkranken.

Obwohl damit  Endometriose zu einer der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen zählt, dauert es vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnose nach wie vor durchschnittlich sechs Jahre. Aufklärung tut not!

Die Endometriosezentren der Universitätsfrauenklinik Homburg/Saar und der Praxis Frauenärzte am Staden in Saarbrücken laden gemeinsam mit der Europäischen Endometriose Liga e.V. zu einer Informationsveranstaltung über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten ein. Die Veranstaltung findet am

Dienstag, 10. September 2019 um 18.30 Uhr statt.

Die Ursache der Endometriose ist trotz intensiver Forschung immer noch unklar. Frauen, die vor oder während ihrer „Tage“ unter starken Schmerzen, häufig in Verbindung mit einer starken Regelblutung leiden, denken, dass diese Symptome normal sind. Nach wie vor werden die Beschwerden in der Familie und im Freundeskreis oftmals tabuisiert und verniedlicht. „Betroffene Frauen leiden oft jahrelang bis die Krankheit diagnostiziert wird. Aus diesem Grund sollten Frauen mit starken Schmerzen während der Regel, Problemen beim Stuhlgang oder Wasserlassen oder mit einem unerfüllten Kinderwunsch in jedem Fall frauenärztliche Hilfe suchen“,  so Prof. Dr. Erich-Franz Solomayer, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikums des Saarlandes, Homburg/Saar.

 

Endometriose – schmerzhaft aber behandelbar

Endometriose gilt als östrogenabhängige Erkrankung. Wie in der Gebärmutter baut sich auch außerhalb der Gebärmutter „versprengtes“ Gebärmuttergewebe im Zyklus auf und wieder ab. Dies kann zu Blutungen und chronischen Reizuständen führen, die mit starken Schmerzen verbunden sein können. „Ursache für eine ungewollte Kinderlosigkeit können beispielsweise blutgefüllte Eierstockzysten und Verwachsungen sein, die durch eine Endometriose verursacht werden können“, so Dr. Klaus Bühler, Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Frauenärzte am Staden, Saarbrücken. Nach Expertenschätzungen besteht bei mehr als 25 Prozent der Kinderwunschpaare der unerfüllte Kinderwunsch aufgrund einer Endometriose. Je eher die Diagnose gestellt wird, umso schneller kann eine geeignete Therapie beginnen.

 

Endometriose ist behandelbar. Nach einer gründlichen gynäkologischen Untersuchung wird gemeinsam mit der Patientin die Wahl der Therapie getroffen. Je nach Ausprägung des Krankheitsbildes und der Lebensumstände der Patientin erfolgt der Einsatz von Medikamenten, teilweise auch kombiniert mit einer Operation.

 

Bei der Informationsveranstaltung am 10. September stehen Fragen rund um Symptomatik, Diagnose und Therapie im Mittelpunkt. Zu den Referenten zählen neben Prof. Solomayer und Dr. Bühler auch Dr. Eva-Maria Braun, Assistenzärztin an der Universitätsfrauenklinik, Dr. Panagiotis Sklavounos, Leitender Oberarzt an der Universitätsfrauenklinik und Monika Wagner, Leiterin der Endometrioseselbsthilfegruppe Saarbrücken. Betroffene Frauen berichten zudem über Ihre Erfahrungen.

 


 

Informationsveranstaltung

Wann: Dienstag, 10. September 2019, 18.30 Uhr

Wo:     Großer Hörsaal, Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Gebäude 9, Kirrberger Straße 100, 66421 Homburg/Saar

Referenten:    

  • Prof. Dr. med. Erich-Franz Solomayer, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin des Universitätsklinikums des Saarlandes, Homburg/Saar
  • Dr. med. Eva-Marie Braun, Assistenzärztin der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin des Universitätsklinikums des Saarlandes, Homburg/Saar
  • Dr. med. Klaus Bühler, Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Frauenärzte am Staden, Saarbrücken
  • Dr. med. Panagiotis Sklavounos, Leitender Oberarzt der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin des Universitätsklinikums des Saarlandes, Homburg/Saar
  • Monika Wagner, Leiterin der Endometriose Selbsthilfegruppe Saarbrücken

 

 

Eintritt frei – keine Anmeldung erforderlich.

 

Weitere Informationen bei:

Europäische Endometriose Liga e. V.

Habichtweg 7

21244 Buchholz

Telefon: 04181/28 10 75

info@endometriose-liga.eu

www.endometriose-liga.eu

Ansprechperson:

Dr. Ursula Leinemann

Telefon: 04102/23 71 08

Mobil: 0171/822 0186

leinemann@endometriose-liga.eu